Review: Ninja Foodi Dual Zone Heißluftfritteuse.

Vor einiger Zeit hatte ich mir schon einmal eine Heißluftfritteuse zulegt, ein einfaches Modell von eBay für ganze 35€. Allerdings war ich entweder zu dumm, das Gerät zu bedienen oder es war wirklich schlecht. Jedenfalls hatte ich es aufgegeben und mein Bruder hat irgendwann die Heißluftfritteuse „geerbt“.

Letztes Jahr hatte ich aber ständig Werbung für die Ninja Foodi Dual Zone Heißluftfritteuse auf Social Media bekommen, sodass ich, als extrem werbeanfällige Person, sie direkt wieder auf die Wunschliste gesetzt habe. Zu Weihnachten bekam ich sie dann vom meinem Freund geschenkt.

Als ich die Box aufgemacht habe, dachte ich erstmal: Ohje, wohin nun damit. Das Ding hat schon eine massive Größe. Dann habe ich es aber doch geschafft durch etwas Umsortieren, eine meiner Schubladen freizuräumen. Zur Orientierung: In die 60x40x60 Schublade einer IKEA METOD Küche passt sie perfekt.

Allerdings kam es doch anders. Ich habe sie seit dem Umräumen nie wieder in die Schublade gepackt, da ich die Heißluftfritteuse tatsächlich fast täglich im Einsatz habe. In die Schublade sind nun Nähmaschine und Nähkasten (die übrigens auch sehr gut passen).

Da ich sie nun fast acht Monate im Einsatz habe, würde ich euch gerne ein wenig zu den guten und weniger guten Dingen erzählen.

Wofür ist sie gut?

Im Prinzip benutze ich die Heißluftfritteuse für alles, was sonst in den Backofen auch könnte. Das heißt: Pommes, Brötchen, Nuggets, Cordon Bleu, Chicken Wings, zum Überbacken und zum Aufwärmen. Seltener habe ich auch schon mal ein paar Apfelchips gedörrt. Wichtig: Die Produkte müssen für den Backofen geeignet sein. Alles andere wird einfach zu trocken.

Der große Vorteil von der Heißluftfritteuse ist, dass sie keine Vorheizzeit braucht. Dazu kommt, dass auch nur ein kleiner Raum auf Temperatur gebracht werden muss im Vergleich zum großen Ofen und daher auch kleinere Mengen energiesparend zubereitet werden können. Das heißt, wenn ich am Morgen ein oder zwei Brötchen aufbacken möchte, dann dauert es 10-12 Min, je nachdem, was die Brötchen wollen und nicht noch 10 Minuten Vorheizen oben drauf.

Darüber hinaus liegt das Essen in der Heißluftfritteuse näher am Heizelement und braucht oft sogar einige Minuten weniger als auf der Packung für den Backofen angegeben. Auch das schnelle Aufwärmen, z.B. von Pommes, funktioniert super.

Zwei Mehrkornbrötchen passen perfekt in einen Behälter.

Was ist besonders gut an diesem Modell?

Ich glaube, das größte Verkaufsargument sind die beiden separaten Behälter. Man kann dadurch sehr gut z.B. Fleisch und Beilage separat steuern. Durch die Aufteilung sind die Garräume auch nochmal kleiner und heizen sich schneller auf.

Die vielen unterschiedlichen Modi sind ganz nett insofern, dass man dadurch eine sehr große Temperaturspanne hat. Von 40°C im Dörr-Modus bis hin zu 240°C im Max Crisp Modus. Aber zugegebenermaßen: So viele Abstufungen braucht man nicht, genauso wenig wie am richtigen Backofen.

Was mir gefällt, ist die Qualität vom „Rost“, was einlegt wird, damit die Luft unten am Boden zirkulieren kann. Ich hatte schon befürchtet, dass es ein labbriges Teil ist, was man nicht richtig reinigen kann, ohne es zu zerstören. Stattdessen ist es ein sehr stabiles Teil mit echt anständiger Anti-Haft Beschichtung. Auch die Silikonfüße haben bisher keine Probleme gemacht.

Was nervt mich an diesem Gerät?

Zu allererst: Das Piepsen! Fast jeder Druck auf die Tastenfelder piepst, entweder mit einem Piepser oder einem Doppelpiepser. Sogar beim Ein- und Ausschalten. Es macht ja Sinn, dass man benachrichtigt wird, wenn die Zeit abgelaufen ist, aber muss jeder Tastendruck jeden in der gesamten Wohnung aufwecken?

Wo wir bei den Tasten sind: Richtige, mechanische Knöpfe wären einfach so viel besser. Die versteckten Schalter unter der Plastikfolie wirken billig, vor allem, wenn einige der Knöpfe auch einige mm verrutscht platziert sind. Überhaupt ist Plastik so eine Sache. Ja, die meisten Geräte sind aus Plastik, aber irgendwas an der Verarbeitung lässt dieses Gerät billig wirken. Irgendwie hohl an manchen Stellen.

Ein Nachteil vom Zwei-Körbe-System ist, dass die Körbe relativ klein sind. Für ein oder zwei Personen noch ideal, kann das auch zu wenig für eine größere Familie sein. Die Trennung zwischen den beiden Körben hat auch zur Folge, dass man z.B. keinen großen Kuchen oder ein großes Schnitzel rein legen kann.

Wie gut hält sich das Gerät?

Ich habe das Gerät nun wie gesagt seit acht Monaten fast täglich im Einsatz für die unterschiedlichsten Sachen. Gespült habe ich die Körbe und Einsätze ausschließlich per Hand, meistens nachdem irgendwas Fettiges drin gewesen war. Die stärksten Gebrauchsspuren habe ich euch in den nächsten Bildern mal festgehalten:

Wie schon gesagt: Das Plastik ist etwas problematisch, vor allem in Kombination mit der Hitze. Zwischen den beiden Körben steigt heißer Dampf auf, was die Stelle dazwischen irgendwie farblich verändert hat (Bild 1). An dem einen Korb ist die Abdeckung leicht verzogen, was funktionell kein Problem ist, aber optisch auffällt.

Darüber hinaus sind es die Kontaktstellen zwischen den Körben und dem Außengehäuse, was beim Einschieben immer mehr abträgt (Bild 2 und 3). Allerdings ist das an Stellen, die nicht mit dem Essen in Berührung kommen. Der Hauptraum ist immer noch makellos und auch die Anti-Haft-Beschichtung funktioniert wie neu. Lediglich beim Spülen fällt mir in letzter Zeit auf, dass der Korb unten ein paar schwarze Spuren in meinem weißen Keramik-Spülbecken hinterlässt, die aber leicht zu entfernen sind im Gegensatz zu Edelstahl-Kratzer.

Die Folie über den Tasten ist an den meist gedrückten Stellen etwas glänzend, was man aber bei einer matten Oberfläche auch vorhersehen kann, dass das passiert. Wie man schön sieht, benutze ich meisten nur die Modi „Air Fry“ und „Bake“.

Fazit.

Ich denke, wenn man dieses Gerät mit den bekannten Konkurrenzprodukten vergleicht, ist es schon (noch) etwas Besonderes mit den beiden separaten Körben. Man muss für sich entscheiden, ob man eher einen großen Korb möchte oder zwei kleine Körbe, beiden haben ihre Vor- und Nachteile. Preislich ist diese Heißluftfritteuse ähnlich wie die meisten, größeren Modelle von den beliebten Marken (aktuell ca. 180€).

Für meinen Teil bin ich immer noch voll zufrieden mit diesem Gerät. Die Abnutzung hält sich bisher im rein optischen Bereich und das Gerät funktioniert immer noch einwandfrei. Dass es sich inzwischen einen permanenten Platz auf der Arbeitsplatte verdient hat, sagt eigentlich schon alles aus.

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