Update 2022: Wo werde ich Ausgemistetes (online) am besten los?

Vor gut fünf Jahren war einer meiner ersten Posts hier auf dem Blog eine Übersicht, wo man am besten ausgemistete Dinge los wird (Link zum ursprünglichen Beitrag), welche mit den Jahren immer noch überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit bekommt. Natürlich hat sich aber in der ganzen Zeit sehr viel verändert. Vor einem Jahr habe ich den alten Beitrag ein wenig editiert, aber heute möchte ich einfach nochmal ein paar Worte aus der heutigen Sicht sagen.

Die heutige Übersicht teile ich in zwei Teile auf: Zunächst gehe ich kurz auf die Online-Marktplätze ein und danach sortiere ich meine „Empfehlungen“ nach Produktkategorie. Wie immer vorab der Disclaimer: Dieser Beitrag basiert nur auf meinen eigenen Erfahrungen und stellt daher eine subjektive Meinung dar.

Die Verkaufsplattformen

Vinted (ehemals Kleiderkreisel bzw. Mamikreisel)

Ich bin stelle weiterhin passende Dinge bei Vinted rein. Das betrifft inzwischen nicht nur Kleidung (aller Geschlechter und Alter), sondern auch Accessoires und Deko-Artikel. Inzwischen hat Vinted nämlich auch Kategorien für Heimtextilien, einigen Haushaltsgegenständen, Unterhaltung (Bücher, Konsolen, Spiele) und Haustierbedarf.

Die Resonanz ist relativ gut und bis auf einen Betrüger, an dem ich knapp 30€ als Käuferin verloren hatte, hatte ich bei Verkäufen bisher keine großartigen Probleme. Der Umgangston ist normalerweise gesittet und in der Regel gibt es zu Anfragen auch ein ‚Hallo‘ und ein ‚Danke‘ dazu. Das kann natürlich unter Umständen daran liegen, dass Vinted nach einer Transaktion beide Seiten dazu nudged, eine Bewertung abzugeben, wo auch ein Freitext-Kommentar zwingend erforderlich ist. Das heißt, nicht nur Verkäufer, sondern auch Käufer werden bewertet. Allerdings ist es erst möglich, Bewertungen nach vollendeten Transaktionen abzugeben. Der Support bei Problemen, Betrug etc. ist wie gewohnt schlecht.

Nichtsdestotrotz ist Vinted eine der größten Plattformen, gerade, was Kleidung, Schuhe und Accessoires angeht und man kommt fast nicht drum herum.

eBay Kleinanzeigen

Zur Plattform eBay Kleinanzeigen kann ich nichts Neues dazu sagen. Da hat sich seit meinem Ursprungs-Beitrag kaum etwas verändert. Die wortkargen Käuferkandidaten sind noch genauso unverschämt, antworten nicht mehr, tauchen nicht auf etc. Habe ich alles schon en masse erlebt, aber sehe es gleichzeitig auch etwas entspannter. Wenn die Person nicht zum Abholtermin auftaucht, dann halt nicht.

Es gibt seit einiger Zeit nun auch eine sehr rudimentäre Bewertungsfunktion. Nach einiger Zeit erscheint bei der Konversation ein „Nutzer bewerten“-Button, der drei Optionen anbietet: Lachendes Smiley, neutrales Smiley und ein unglückliches Smiley. Bei den positiven/negativen Smileys darf man dann im zweiten Schritt noch zwischen einigen Optionen anhaken, was gut und was schlecht gelaufen ist. Durch eine intransparente Rechnung wird dann deine Bewertung ermittelt und auf dein Profil geschrieben durch ein entsprechendes Badge, z.B. „Top Zufriedenheit“. Aber ganz ehrlich – für mich ist das extrem unbedeutend. Ich hatte sowohl sehr nette und freundliche Käufer gehabt mit schlechten Bewertungen und auch „Top“ Käufer, die alles andere als das waren. Aber so ist es eben mit den Bewertungen. Alles mit Vorsicht genießen.

Mädchenflohmarkt

Auch hier hat sich nichts verändert, alles so wie bei meinem letzten Post. Was mir nur aufgefallen ist, ist, dass ich kaum etwas über Mädchenflohmarkt verkauft habe. Ich weiß nicht, ob es irgendwie an den Artikeln lag oder daran, dass die Plattform etwas „schwächer“ geworden ist. Vielleicht werde ich mich auch in nächster Zeit von dort zurückziehen.

Kleiderkorb, eBay, Shpock, Stuffle, Quoka, Facebook Marketplace etc.

Die oben genannten Plattformen verwende ich persönlich allesamt nicht (mehr). Der Grund ist relativ einfach: Aufwand und Erfolg müssen in Relation zueinander stehen und das Einstellen von Artikeln auf einer Plattform mehr ist deutlich mehr Arbeit. Wenn die Seiten nicht gut genug besucht werden, dann brauche ich mir die Mühe nicht zu machen. Natürlich schafft diese Einstellung, dass bestimmte Plattformen wie eBay Kleinanzeigen eine Art Monopol-Stellung haben, aber das ist ein zweiseitiger Markt und dadurch die kritische Masse extrem hoch, die erreicht werden muss, damit der Markt für beide Seiten lukrativ wird.

Darüber hinaus sind mir die Gebühren bei eBay zu hoch bzw. zu unübersichtlich und ich habe auf eBay auch nicht das Gefühl, dass so viele Leute dort z.B. gebrauchte Kleidung, Deko, etc. suchen.

Den Grund gegen Facebook Marketplace hatte ich bereits im letzten Post erwähnt. Ich sehe es nicht ein, dass eine Plattform Dinge willkürlich ausblendet, ohne Möglichkeit zur Klärung. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht die Zeit und die Geduld, mich mit der großen Masse an fragwürdigen Personen auf Facebook rumzuschlagen.

Wohin mit was?

Basierend auf dem Abschnitt oben ist klar: Ich bin eigentlich nur noch auf drei Plattformen unterwegs: Vinted, eBay Kleinanzeigen und Mädchenflohmarkt. Daher stelle ich Dinge einfach überall dort ein, wo diese auch erlaubt sind, das heißt:

  • Kleidung (Damenbekleidung): Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Accessoires (Schmuck, Taschen, etc.): Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Schuhe: Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Deko-Artikel (Kerzen, Kissen, etc.): Vinted, eBay Kleinanzeigen
  • Elektronik: eBay Kleinanzeigen
  • Bücher: Vinted, eBay Kleinanzeigen
  • Möbel: eBay Kleinanzeigen

Anzumerken wäre hier übrigens noch, dass alles, was verschenkt werden soll, nur auf eBay Kleinanzeigen eingestellt werden können. Vinted erlaubt z.B. erst einen Preis ab 1 Euro (nicht einmal 0,50 Cent geht als Preis durch das Formular). Zu verschenkende Dinge können nur über das Forum verschenkt werden.

Wo verkauft es sich am besten?

Ich habe mal in meine vergangenen Verkäufe geschaut und ganz klar liegt hier eBay Kleinanzeigen ganz vorne. Interessanterweise nicht nur für irgendwelche Haushaltsgegenstände, sondern auch relativ häufig für Kleidung.

Aber in meiner Zählung sind auch die Sachen dabei, die ich verschenkt habe, die, wie oben beschrieben, nur auf eBay Kleinanzeigen gehen. Inzwischen bin ich nämlich dazu übergegangen, mir nach dem Ausmisten erst mal abzuwägen, ob mir die Arbeit Wert ist, die Sachen zu fotografieren, einzustellen, dann eine Konversation mit dem Käufer zu führen und dann am Ende zu einer bestimmten Zeit zu Hause zu sein oder zur Post zu bringen.

Viele Dinge, für die ich ohnehin nur 1 oder 2 Euro verlangt hätte, stelle ich dann lieber einfach auf zu verschenken, dann sind sie in der Regel auch relativ schnell weg und stehen mir nicht mehr im Weg rum 🙂 Ebenso hat die Altkleidersammlung in den letzten Jahren auch sehr von meiner Abwägung profitiert.

Bevor das jetzt klingt, als würde ich ständig in Massen aussortieren und verkaufen bzw. wegschmeißen: Ich habe inzwischen schon deutlich weniger Fehlkäufe, aber ich habe teilweise immer noch haufenweise Sachen aus meiner Jugend auszusortieren. Vor allem bei meinen Eltern zu Hause 😰

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