Update 2022: Wo werde ich Ausgemistetes (online) am besten los?

Vor gut fünf Jahren war einer meiner ersten Posts hier auf dem Blog eine Übersicht, wo man am besten ausgemistete Dinge los wird (Link zum ursprünglichen Beitrag), welche mit den Jahren immer noch überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit bekommt. Natürlich hat sich aber in der ganzen Zeit sehr viel verändert. Vor einem Jahr habe ich den alten Beitrag ein wenig editiert, aber heute möchte ich einfach nochmal ein paar Worte aus der heutigen Sicht sagen.

Die heutige Übersicht teile ich in zwei Teile auf: Zunächst gehe ich kurz auf die Online-Marktplätze ein und danach sortiere ich meine „Empfehlungen“ nach Produktkategorie. Wie immer vorab der Disclaimer: Dieser Beitrag basiert nur auf meinen eigenen Erfahrungen und stellt daher eine subjektive Meinung dar.

Die Verkaufsplattformen

Vinted (ehemals Kleiderkreisel bzw. Mamikreisel)

Ich bin stelle weiterhin passende Dinge bei Vinted rein. Das betrifft inzwischen nicht nur Kleidung (aller Geschlechter und Alter), sondern auch Accessoires und Deko-Artikel. Inzwischen hat Vinted nämlich auch Kategorien für Heimtextilien, einigen Haushaltsgegenständen, Unterhaltung (Bücher, Konsolen, Spiele) und Haustierbedarf.

Die Resonanz ist relativ gut und bis auf einen Betrüger, an dem ich knapp 30€ als Käuferin verloren hatte, hatte ich bei Verkäufen bisher keine großartigen Probleme. Der Umgangston ist normalerweise gesittet und in der Regel gibt es zu Anfragen auch ein ‚Hallo‘ und ein ‚Danke‘ dazu. Das kann natürlich unter Umständen daran liegen, dass Vinted nach einer Transaktion beide Seiten dazu nudged, eine Bewertung abzugeben, wo auch ein Freitext-Kommentar zwingend erforderlich ist. Das heißt, nicht nur Verkäufer, sondern auch Käufer werden bewertet. Allerdings ist es erst möglich, Bewertungen nach vollendeten Transaktionen abzugeben. Der Support bei Problemen, Betrug etc. ist wie gewohnt schlecht.

Nichtsdestotrotz ist Vinted eine der größten Plattformen, gerade, was Kleidung, Schuhe und Accessoires angeht und man kommt fast nicht drum herum.

eBay Kleinanzeigen

Zur Plattform eBay Kleinanzeigen kann ich nichts Neues dazu sagen. Da hat sich seit meinem Ursprungs-Beitrag kaum etwas verändert. Die wortkargen Käuferkandidaten sind noch genauso unverschämt, antworten nicht mehr, tauchen nicht auf etc. Habe ich alles schon en masse erlebt, aber sehe es gleichzeitig auch etwas entspannter. Wenn die Person nicht zum Abholtermin auftaucht, dann halt nicht.

Es gibt seit einiger Zeit nun auch eine sehr rudimentäre Bewertungsfunktion. Nach einiger Zeit erscheint bei der Konversation ein „Nutzer bewerten“-Button, der drei Optionen anbietet: Lachendes Smiley, neutrales Smiley und ein unglückliches Smiley. Bei den positiven/negativen Smileys darf man dann im zweiten Schritt noch zwischen einigen Optionen anhaken, was gut und was schlecht gelaufen ist. Durch eine intransparente Rechnung wird dann deine Bewertung ermittelt und auf dein Profil geschrieben durch ein entsprechendes Badge, z.B. „Top Zufriedenheit“. Aber ganz ehrlich – für mich ist das extrem unbedeutend. Ich hatte sowohl sehr nette und freundliche Käufer gehabt mit schlechten Bewertungen und auch „Top“ Käufer, die alles andere als das waren. Aber so ist es eben mit den Bewertungen. Alles mit Vorsicht genießen.

Mädchenflohmarkt

Auch hier hat sich nichts verändert, alles so wie bei meinem letzten Post. Was mir nur aufgefallen ist, ist, dass ich kaum etwas über Mädchenflohmarkt verkauft habe. Ich weiß nicht, ob es irgendwie an den Artikeln lag oder daran, dass die Plattform etwas „schwächer“ geworden ist. Vielleicht werde ich mich auch in nächster Zeit von dort zurückziehen.

Kleiderkorb, eBay, Shpock, Stuffle, Quoka, Facebook Marketplace etc.

Die oben genannten Plattformen verwende ich persönlich allesamt nicht (mehr). Der Grund ist relativ einfach: Aufwand und Erfolg müssen in Relation zueinander stehen und das Einstellen von Artikeln auf einer Plattform mehr ist deutlich mehr Arbeit. Wenn die Seiten nicht gut genug besucht werden, dann brauche ich mir die Mühe nicht zu machen. Natürlich schafft diese Einstellung, dass bestimmte Plattformen wie eBay Kleinanzeigen eine Art Monopol-Stellung haben, aber das ist ein zweiseitiger Markt und dadurch die kritische Masse extrem hoch, die erreicht werden muss, damit der Markt für beide Seiten lukrativ wird.

Darüber hinaus sind mir die Gebühren bei eBay zu hoch bzw. zu unübersichtlich und ich habe auf eBay auch nicht das Gefühl, dass so viele Leute dort z.B. gebrauchte Kleidung, Deko, etc. suchen.

Den Grund gegen Facebook Marketplace hatte ich bereits im letzten Post erwähnt. Ich sehe es nicht ein, dass eine Plattform Dinge willkürlich ausblendet, ohne Möglichkeit zur Klärung. Ich habe ehrlich gesagt auch nicht die Zeit und die Geduld, mich mit der großen Masse an fragwürdigen Personen auf Facebook rumzuschlagen.

Wohin mit was?

Basierend auf dem Abschnitt oben ist klar: Ich bin eigentlich nur noch auf drei Plattformen unterwegs: Vinted, eBay Kleinanzeigen und Mädchenflohmarkt. Daher stelle ich Dinge einfach überall dort ein, wo diese auch erlaubt sind, das heißt:

  • Kleidung (Damenbekleidung): Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Accessoires (Schmuck, Taschen, etc.): Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Schuhe: Vinted, eBay Kleinanzeigen, Mädchenflohmarkt
  • Deko-Artikel (Kerzen, Kissen, etc.): Vinted, eBay Kleinanzeigen
  • Elektronik: eBay Kleinanzeigen
  • Bücher: Vinted, eBay Kleinanzeigen
  • Möbel: eBay Kleinanzeigen

Anzumerken wäre hier übrigens noch, dass alles, was verschenkt werden soll, nur auf eBay Kleinanzeigen eingestellt werden können. Vinted erlaubt z.B. erst einen Preis ab 1 Euro (nicht einmal 0,50 Cent geht als Preis durch das Formular). Zu verschenkende Dinge können nur über das Forum verschenkt werden.

Wo verkauft es sich am besten?

Ich habe mal in meine vergangenen Verkäufe geschaut und ganz klar liegt hier eBay Kleinanzeigen ganz vorne. Interessanterweise nicht nur für irgendwelche Haushaltsgegenstände, sondern auch relativ häufig für Kleidung.

Aber in meiner Zählung sind auch die Sachen dabei, die ich verschenkt habe, die, wie oben beschrieben, nur auf eBay Kleinanzeigen gehen. Inzwischen bin ich nämlich dazu übergegangen, mir nach dem Ausmisten erst mal abzuwägen, ob mir die Arbeit Wert ist, die Sachen zu fotografieren, einzustellen, dann eine Konversation mit dem Käufer zu führen und dann am Ende zu einer bestimmten Zeit zu Hause zu sein oder zur Post zu bringen.

Viele Dinge, für die ich ohnehin nur 1 oder 2 Euro verlangt hätte, stelle ich dann lieber einfach auf zu verschenken, dann sind sie in der Regel auch relativ schnell weg und stehen mir nicht mehr im Weg rum 🙂 Ebenso hat die Altkleidersammlung in den letzten Jahren auch sehr von meiner Abwägung profitiert.

Bevor das jetzt klingt, als würde ich ständig in Massen aussortieren und verkaufen bzw. wegschmeißen: Ich habe inzwischen schon deutlich weniger Fehlkäufe, aber ich habe teilweise immer noch haufenweise Sachen aus meiner Jugend auszusortieren. Vor allem bei meinen Eltern zu Hause 😰

Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 7: Fotos nachbearbeiten

Wuhuu! Wir sind beim letzten Teil dieser Blogpost Serie angekommen! Hier nochmal zur Übersicht, was es alles gab mit allen Links:

Wie ihr seht, haben wir nun das Fotografieren hinter uns gelassen und wenden uns in diesem Post einem anderen Thema zu, nämlich der Nachbearbeitung. Wenn man ganz kleinlich ist, dann gehört dieser Post eigentlich gar nicht in die Blogpost Serie, denn schließlich soll es ja eben um das Fotografieren gehen. Allerdings gehört die Nachbearbeitung für mich einfach dazu, damit am Ende auch ein brauchbares Bild herauskommt, denn egal, wie sehr man sich mit Licht, Drapierung und und und anstrengt, irgendetwas kann man immer verschlimmbessern.

Also los geht’s! Kurz vorweg, ich bin (immer noch, wie in allen anderen Posts) kein professioneller Fotograf oder dergleichen. Meine Bildbearbeitungs-„Skills“, wenn man sie so nennen kann, kommen davon, dass ich mich während meiner Schulzeit sehr viel mit Photoshop etc. rumgeschlagen und viel ausprobiert und gelernt habe. Inzwischen verwende ich eine Kombination aus der Fotos-App von macOS sowie GIMP, da beides kostenlos verfügbar sind und für diese Zwecke ausreichende Qualität liefern.

Fangen wir mit den nicht bearbeiteten, normal geschossenen (nicht im RAW-Format) Fotos an:

Wie ihr seht, habe ich euch drei Beispiele herausgesucht: Einmal ein Kleidungsstück an der Schneiderpuppe, einmal Schuhe auf einem Tisch und einmal der Tisch selber. Alle drei Fotos sind relativ dunkel und haben auch einen Farbstich, da ich sie nicht bei optimalen Wetter gemacht habe. Je nachdem, wann ihr am Tag fotografiert, kann der Farbstich variieren, meistens lässt dieser sich nur schwer vermeiden mit echtem Tageslicht.

Zuschneiden und Begradigen

Der erste Schritt, den ich immer mache, ist, die Fotos in die Fotos-App (unter macOS) zu importieren und mit den eingebauten Funktionen schon mal zu begradigen und so zuzuschneiden, dass das Objekt in der Mitte ist. Diese beiden Funktionen finde ich in der Fotos App besonders einfach verwendbar, daher „bereite“ ich die Fotos für die spätere Bearbeitung schon einmal vor.

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 18.57.54

Das Bild mit den Schuhen zum Beispiel enthält die Kante des Tisches, die genau horizontal sein sollte. Auf dem Originalfoto ist diese „Horizontlinie“ etwas schief und die Schuhe sind außerdem nicht mittig auf dem Foto. Das habe ich erst einmal korrigiert (links original, rechts begradigt und zugeschnitten):

Farbtuning

Nachdem alle Bilder schon begradigt und zugeschnitten sind, exportiere ich diese aus Fotos (Fotos auswählen > Ablage > Exportieren… > x Fotos exportieren…) und öffne sie in GIMP.  In GIMP benutze ich hauptsächlich eine Kombination aus dem „Kurven“-Tool sowie „Farbton/Sättigung“. Auf den Screenshots habe ich die beiden Dialoge jeweils mit Cmd+M und Cmd+U belegt, das ist kein Standard bei GIMP. Allerdings sind diese Shortcuts bei Photoshop standardmäßig drin, weshalb ich GIMP da etwas angleichen wollte, um mich nicht umgewöhnen zu müssen. Generell sind Shortcuts immer eine sehr gute Sache bei der Bildbearbeitung.

Im „Kurven“-Dialog sehr ihr in der Mitte ein großes Feld mit einer Diagonalen, woran ihr ziehen könnt. Dabei sind entlang der horizontalen Achse links die Schatten, in der Mitte die Mitteltöne und rechts die Glanzlichter. An der vertikalen Achse sehr ihr ebenfalls einen Farbverlauf neben der Achse. Man kann grob die Kurve als eine Funktion f(x) so lesen, dass der Farbpunkt, der vorher eine Helligkeit x hat, danach die Helligkeit y = f(x) bekommt. Folglich wird das Bild „heller“, wenn ihr an der Kurve nach oben sieht (ein Dunkelgrau vorher wird z.B. zu einem Hellgrau usw.) und entsprechend dunkler, wenn ihr die Kurve nach unten zieht.

Im Dropdown unter der Kurve sehr ihr als Voreinstellung in der Regel die Einstellung „Weich“. Das heißt, dass wenn ihr mehrmals an der Kurve ansetzt, dann entstehen mehrere Punkte, durch diese die Kurve interpoliert wird. Ansonsten würde die Kurve zackig verlaufen und ein entsprechend unharmonisches Bild liefern.

Das Dropdown oberhalb der Kurve steht initial auf dem Eintrag „Wert“. Wenn ihr Farbraumlehre mal irgendwo gelernt habt, könnt ihr vielleicht verstehen, was der Wert ist, aber sehr abstrakt kann man hier von der Helligkeit sprechen. In diesem Dropdown kann man noch weitere Einträge auswählen, nämlich Rot, Grün und Blau, die Farben vom RGB-Farbraum. Da wir die Fotos digital verwenden, haben sie auch das RGB-Profil und wir verwenden für unseren Zweck auch nur dieses Profil, da ich nicht die Absicht habe, das Foto zu drucken. Wenn man einen anderen Eintrag als „Wert“ wählt, erscheinen jeweils weitere Kurven im Diagramm, jeweils in der entsprechenden Farbe.  Mit den Farbkurven lassen sich super leicht Farbstiche entfernen, indem man die entsprechende Farbe etwas niedriger zieht.

Ein Beispiel für eine Kurveneinstellung:

Bildschirmfoto 2017-08-21 um 19.05.46

Wie ihr seht, habe ich hier die „Wert“-Kurve stärker hoch gezogen im dunklen Bereich, um den sehr sehr dunklen Hintergrund hinter dem Tisch etwas heller zu machen. Ebenfalls habe ich Grün aus dem Bild genommen, damit der Holzboden weniger gelblich erscheint und gleichzeitig auch noch rot dazugegeben. Blau ist ebenfalls im hellen Bereich vorhanden, damit die hellen Bereiche des Bildes (hier die untere Hälfte der Tischplatte) nicht zu warmrosa werden, denn das Foto sollte möglichst der Realität entsprechen.

Sollte beim Justieren der Farben etwas an Sättigung verlorengehen, füge ich sie nochmal über den „Farbton / Sättigung“-Dialog hinzu und wiederhole meistens die Bearbeitung durch die beiden Fenster mehrmals, bis ich auf ein Ergebnis komme, das für mich gut aussieht.

Vorher / Nachher

Nun habe ich anfangs drei Bilder gezeigt, die alle nicht optimal waren. Hier sind meine Bearbeitungen der Bilder, die meiner Meinung nach viel ansehnlicher geworden sind:

Ich wiederhole hier nochmal, dass ich natürlich kein Superprofi bin, was die Bild-Nachbearbeitung angeht. Daher hier nur mein Vorgehen, damit ihr einen Einstiegspunkt habt! Falls ihr noch Tricks auf Lager habt, schreibt sie mir gerne in die Kommentare, man lernt ja schließlich nie aus! 🙂

Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 6: Taschen fotografieren

Wir sind soweit: Der vorletzte Teil der Blogpost-Serie ist da und der letzte Teil, der das Fotografieren selbst betrifft! Als Recap für euch noch einmal kurz wie üblich die Linksammlung sowie die Übersicht zu den weiteren Teilen dieser Blogpost-Serie:

Heute geht es um die besten Freunde der Frau, nämlich die Taschen! Ja, ich bin mehr ein Taschen-Fan als Schuh-Fan. Aus ganz einfachem Grund: Schuhe nutzen sich sehr schnell ab, Taschen nicht. Daher gebe ich lieber mehr Geld für Taschen aus, sie halten halt länger.

Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema. Was ist beim Fotografieren von Taschen zu beachten? Wie auch bei den anderen Kategorien haben wir bei Taschen eine verdammt große Auswahl an unterschiedlichen Formen und Größen.

Kleine Taschen, Geldbeutel etc.

Kleine Taschen sowie kleine Lederwaren sind am einfachsten zu fotografieren. Da muss man nicht viel tun, als sie entweder auf eine schöne Fläche zu stellen oder zu legen. Ein Beispiel dafür habt ihr bereits im Eingangspost zum Setup gesehen. Diese kleine Tasche (eine meiner Lieblingstaschen von Ted Baker <3) kann wunderbar stehen und kann daher direkt so fotografiert werden. Allerdings wurde diese Tasche zu Demonstrationszwecken fotografiert für die Hintergrundeffekte, weshalb auf den Fotos die Kette der Tasche nicht zu sehen ist. Wenn ihr die Tasche allerdings korrekt darstellen wollte, sollte auf wenigstens einem Foto auch der Träger bzw. die Kette zu sehen sein. Wie man diese drapiert, seht ihr im Folgenden.

Große Taschen

Große Taschen können in vielen Fällen nicht selbstständig stehen. Sollten sie es dennoch können, könnt ihr auch mit der großen Tasche so verfahren wie mit den kleinen Taschen. Hinstellen, Träger drapieren, fertig.

Die meisten meiner großen Taschen sind allerdings Shopper aus relativ instabilem Material. Diese stellen eine etwas größere Herausforderung dar, da sie zusammenfallen würden, wenn man sie hinstellen wollte.

Um diese großen, labbrigen Taschen zu fotografieren gibt es zwei Wege: Entweder, man legt die Tasche flach hin und fotografiert von oben oder man stopft sie aus. Ersteres sieht oft unschön aus, da Taschen trotz der Instabilität meistens doch eine Bodenplatte haben und daher nicht superflach liegen können.

Deswegen bevorzuge ich die zweite Variante: Das Ausstopfen. Zum Ausstopfen kann man alles Mögliche verwenden. Ich verwende, je nachdem, was gerade da ist:

  • Eine andere, kleinere Tasche mit mehr Stabilität
  • Schals, Tücher, Mützen etc.
  • Kissen
  • Plastiktüte gefüllt mit zerknüllten Plastiktüten
  • Verpackungsmaterial wie Packpapier oder Blubberfolie

Wie ihr seht, kann man die Tasche mit quasi allem befüllen. Wichtig ist dabei nur, dass man unschöne Kanten und Ecken vermeiden sollte, da sie eben die Tasche verformen auf dem Foto.

Und die Träger?

Neben der Instabilität der Tasche gibt es noch einen zweiten Schwachpunkt einer Tasche (meistens, zumindest), nämlich die Träger. Irgendwie wollen diese nämlich auch schön aussehen auf dem Foto.

Auf den Fotos oben habe ich es tatsächlich geschafft, die recht weichen Träger so aneinander lehnen zu lassen, dass sie sich gegenseitig stützen und damit „stehen“. Was ist allerdings, wenn man nicht zwei Träger hat oder diese nicht so stehen wollen?

Ein Weg wäre es natürlich, mithilfe von Pfeifenputzern o.ä. hinter dem Träger sie zu fixieren. Das ist allerdings super aufwändig und wenn man es nicht supergenau macht, hat man diese direkt mit auf dem Bild.

Der zweite Weg wäre das Aufhängen der Träger an einem Haken oder einer Schnur. Das klingt eigentlich recht einleuchtend, da es das Tragen in der Hand bzw. an der Schulter simuliert, ohne, dass man die Hand bzw. die Schulter im Bild hat. Das funktioniert nämlich nicht so richtig, wenn man keinen Foto-Assistenten hat, der das Foto macht, während man die Tasche trägt. Dennoch stellt sich hier die Frage, ob man auch eine Befestigungsmöglichkeit für den Haken bzw. die Schnur hat, zumal jede Tasche, die man fotografieren möchte, auch unterschiedlich groß ist.

Der Weg, den ich meist wähle, ist ein einfaches Drapieren. Entweder auf oder vor der Tasche, je nach Tasche und Träger. So sieht man den Träger und es ist sehr wenig Zusatzaufwand, um ihn zu fixieren. Ein Beispiel seht ihr hier:

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Ich hoffe, dass dieser Beitrag euch wieder neue Ideen und Ratschläge geben konnte und freue mich schon auf den nächsten Beitrag, denn dann geht es um die Bearbeitung der geschossenen Fotos! Bis dann!

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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 5: Schmuck fotografieren

Auf zum nächsten Teil der Blogserie! Heute geht es um das Fotografieren von Schmuck. Für einen Überblick aller Teile dieser Blogserie, hier nochmal die Auflistung:

Damit sind wir nun offiziell in der zweiten Hälfte der Blogserie angekommen!

Schmuck ist ein relativ leichtes Thema, auch, wenn es sehr viele unterschiedliche Arten von Schmuck gibt. Der gleiche Nenner ist jedoch in fast allen Fällen: Bei Schmuck handelt es sich um relativ kleine Objekte, bei dem man je nach Foto dem Objekt nicht unbedingt ansieht, wie groß es in der Realität aussieht.

Bezug zu einem Maß

Als Folge sollte man Schmuck auf wenigstens einem Foto einem relativ sicheren Maß gegenüberstellen. Das kann zum Beispiel sein:

  • Eine Münze (z.B. für sehr kleine Dinge wie Ohrringe)
  • Ein Maßband (das Foto so schießen, dass man die Zahlen und Striche auf dem Maßband auch noch lesen kann!)
  • Tragebild
  • Abmessen und Länge angeben

Die Messlösungen (Maßband und Abmessung) scheinen zunächst die naheliegenden Lösungen zu sein, allerdings muss man dabei bedenken, dass einerseits die Messung selbst das Ergebnis durch Ungenauigkeiten verfälschen kann, gerade bei kleinen oder formbaren Dingen wie einer Kette. Außerdem sagt eine reine Zentimeter-Angabe den wenigsten Leuten sofort etwas, können sich etwas darunter vorstellen.

Ich präferiere hier eher das Tragebild, auch, wenn ich sonst keine Tragebilder mache. Gerade bei Ketten finde ich es besonders schwierig, die Grüße einzuschätzen. Im Folgenden ein Beispiel von einer Kette.

Da das Foto-Set bereits älter sein, bin ich mir da völlig bewusst, dass es nur zwei Bilder sind und auch nicht besonders gute. Allerdings liegt hier der Fokus auf dem „Selfie“, wo die Länge der Kette zur Geltung kommt.

Ordentlich hinlegen

Ein Faktor, der ebenfalls häufig bei Ketten eine Rolle spielt, ist, wie die Kette liegt. In den meisten Fällen werdet ihr Schmuck auf einer ebenen Fläche fotografieren wie z.B. einem Tisch. Dann ist es wichtig, dass die Kette auch ordentlich hingelegt wird und nicht als einen „Haufen“ dargestellt wird.

Dieser kleine Schritt macht Ketten wesentlich ansehnlicher und man kann dann auch unterscheiden, was Kette ist, was Anhänger und wie die Kette aufgebaut ist (z.B. bei mehrlagigen Ketten). Im Folgenden ein (ziemlich überlichtetes, sorry!) Foto einer Statementkette, die durch das ordentliche Formen des Kettenteils direkt auf dem ersten Blick die Kette als Ganzes erfassbar macht.

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Das waren auch schon die wichtigsten zwei Punkte, die ich zu Schmuck loslassen wollte! Im nächsten Teil geht es dann um Taschen, stay tuned!

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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 4: Schuhe fotografieren

Shame on me. Ich habe tatsächlich schon 3 Wochen keinen Blogpost mehr geschrieben. Das Gute daran ist: Ich war nicht einfach nur faul :’D Tatsächlich habe ich Anfang Juli angefangen, in Vollzeit zu arbeiten. Mitsamt der Zeit, die ich jeden Tag unterwegs bin, habe ich leider wenig Zeit gehabt, mich dem Blog zu widmen. Da der erste Trubel nun vorbei ist, werde ich hier nun wieder aktiver.

Schluss mit dem Blabla, hier kommt der nächste Teil meiner Blogpost-Serie! Als Recap nochmal kurz die bisherigen und zukünftigen Posts:

Schuhe sind nicht gleich Schuhe

Das ist eine wichtige Erkenntnis, wenn man Schuhe so fotografieren möchte, wie ein potentieller Käufer sie gerne sehen möchte. Sehr wichtig sind oft auch die Abmessungen, aber dafür werde ich noch einen separaten Post schreiben, wie man gute Beschreibungs- und Detailtexte schreibt. Wenn ihr euch einmal überlegt, gibt es viele Varianten an Schuhen: Flache Schuhe, hohe Schuhe, Stiefel usw. Ich greife hier mal die zwei Hauptunterscheidungen flach und hoch auf. Bei Stiefeln gelten im Prinzip die gleichen Regeln. Eventuell sollte man den Schaft dann ausstopfen mit zerknülltem Papier o.ä., damit die Stiefel ordentlich stehen können. Liegende Stiefel sehen meistens nicht schön aus.

Flache Schuhe fotografieren

Unter flachen Schuhen fallen die meisten Sneaker sowie die meisten Sommerschuhe (Sandalen, Ballerinas etc.). Flache Schuhe sehen von der Seite eher unspektakulär aus, da sie weniger bzw. flacheres Profil haben (im Gegensatz zu hohen Schuhen zum Beispiel). Aus diesem Grund sollte man einen leicht angehobenen Winkel für das initiale „Teaser“-Foto wählen, damit der Schuh nicht wie ein „Strich“ aussieht.

Als Beispiel zeige ich euch hier Espadrilles (Stoffschuhe mit Strohsohle), die wenig detailreich sind. Das Hauptfoto zeigt die Schuhe parallel zueinander aus einem leichten Winkel sowohl in horizontaler als auch vertikaler Richtung. Damit sieht der Schuh in keiner Dimension aus wie ein „Strich“. Dazu erkennt man auch gut die Form der Schuhe. Bei „lapprigen“ Schuhen kann es zudem durchaus Sinn machen, die Schuhe mit zerknülltem Papier o.ä. auszustopfen, damit die Schuhe etwas Form bekommen.

Die weiteren Fotos zeigen unterschiedliche Blickwinkel auf die Schuhe. Welche Winkel ihr genau nehmt, ist abhängig von den Schuhen und welche Details interessant sind. Gerne gesehen sind immer Fotos von der Sohle! Dabei fotografiert nicht nur die Außensohle (die, die den Boden berührt), sondern auch die Innensohle. Das ist – meiner Meinung nach – besonders bei Sommerschuhen ein großer Faktor. An der Abnutzung der Sohlen kann man nämlich besonders gut erkennen, wie der Zustand der Schuhe ist.

Hohe Schuhe fotografieren

Da ich nur selten hohe Schuhe kaufe, habe ich auch nicht viele hohe Schuhe zu verkaufen. Ein Beispiel kann ich euch dennoch bringen, das wirklich in die Kategorie „hohe Schuhe“ fallen darf.

Bei hohen Schuhen ist es wichtig, auch ein Profilfoto von der Seite zu machen. Bei diesen Fotos kann man dann gut erkennen, wie hoch der Absatz ist oder auch wie hoch das Plateau. Darüber hinaus sehen die Formen meistens besonders gut und elegant aus. Noch wichtiger als bei den flachen Schuhen sind auch hier Fotos von der Sohle. In diesem Fall nicht nur die Außensohle vom Fußballen-Teil, sondern insbesondere der Absatz. An (kleinen) Absätzen kann man die Abnutzung sehr gut erkennen.

Zusammenfassung

Egal ob flach oder hoch: Zeigt eure Schuhe aus möglichst vielen Blickwinkeln und ebenfalls die Sohle bzw. den Absatz! Damit können sich potentielle Käufer ein besseres Bild machen, sowohl vom Schuhe als auch vom Zustand.

Auch, wenn dieser Post etwas kurz geraten ist, würde es mich sehr freuen, wenn er euch wenigstens ein bisschen geholfen hat bzw. auch ein bisschen Inspiration für Fotos gegeben hat. Bald geht es weiter mit dieser Blogpost-Serie!

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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 3: Hosen fotografieren

Willkommen zum dritten Teil meiner Blogpost-Serie! Ich hoffe, ihr habt das Wochenende  sowie die erste Hälfte dieser Woche gut überstanden. Wie ihr es ja seht, habe ich für meinen Teil erst einmal eine kleine Pause gemacht, da ich am Wochenende Besuch da hatte und dann noch gut beschäftigt war die letzten Tage.

Der dritte Teil der „Produktfotos“-Blogpost-Serie soll euch etwas über das Fotografieren von Hosen erzählen, nämlich wie man Hosen schön präsentiert. Hier nochmal die Übersicht der unterschiedlichen Teile der Blogpost-Serie:

Hosen sind, meiner Meinung nach, immer etwas schwierig zu fotografieren. Vielleicht kennt ihr das auch, aber mir fällt es jedenfalls immer sehr schwer, eine bestimmte Hose an mir vorzustellen. Es gehört auch zu den Kleidungsstücken, die ich meistens nicht kaufe, wenn ich sie nicht vorher anprobiert habe.

Deswegen ist es hier insbesondere wichtig, dass der Artikel und seine Details gezeigt werden, damit der potentielle Käufer sich ein besseres Bild machen kann. Das ist aber nicht in allen Fällen ganz so leicht. Das liegt unter anderem daran, dass wohl die wenigsten eine Schaufensterpuppe inklusive Beine hat und man deswegen entweder auf die eigenen Beine oder die eines Models ausweichen muss, wenn man ein Tragebild machen will.

Was, wenn man aber entweder 1) nicht mehr selber in die Hose passt, 2) selbst wenn man noch reinpasst, kein gutes Foto machen kann von seinen eigenen Beinen und/oder 3) kein Model zur Verfügung hat?

Dann muss man wohl oder übel die Hose in einer flachen Position zeigen, das geht entweder in waagrechter oder senkrechter Position. Im Folgenden binde ich euch zwei Foto-Sets von Hosen ein, die ich unterschiedlich fotografiert habe. Ich bin mir da voll bewusst, dass diese Fotos nicht perfekt sind.

Das erste Set ist eine Knöchel-Jeggings, die ich auf dem Tisch (also waagrecht) fotografiert habe. Aufgrund der Platzverfügbarkeit musste ich da die Hose in einer V-Form hinlegen, damit die Hose als Ganzes fotografiert werden kann. Nachteil ist natürlich, dass man dadurch die komplette Form der Hose nicht mehr sehen kann. In diesem Fall ist der Schnitt relativ eindeutig, weswegen ich auf weitere Fotos verzichtet hatte. Natürlich kann man alternativ auch auf dem Boden fotografieren, sofern der Boden natürlich einigermaßen ordentlich aussieht, aber ich wollte einen unifarben-weißen Hintergrund, was durch den Boden nicht gegeben war.

Das zweite Foto-Set ist schon uralt, aber illustriert ganz gut die senkrecht Foto-Methode, für die ihr zwei unterschiedliche Kleiderbügel braucht. Einmal habe ich einen Kleiderbügel verwendet, der in der Mitte eine Hosenstange hat, wo die Hose ebenfalls – ähnlich wie bei der waagrechten Methode – in eine V-Form hingehängt habe. Mit einem Rock-Kleiderbügel habe ich die Hose dann in der vollen Länge hingehängt, damit man den Schnitt besser erkennen kann. Da an der Wand viel mehr Platz als auf dem Tisch vorhanden ist, ist das auch weniger ein Problem.

Natürlich können diese beiden Foto-Methoden keine Tragebilder ersetzen, jedoch muss man bei Tragebildern auch immer daran denken, dass alle Beine unterschiedlich sind und das Foto nicht das repräsentiert, wie es beim Käufer dann aussieht.

Gleiche Methoden gelten auch für andere Unterteile, wie zum Beispiel Shorts oder Röcke. bei kurzen Shorts und Röcken kann man auch das „Flatlay“, also in waagrechter Form auf einer Tischplatte (oder Boden), auch für das gesamte Kleidungsstück ohne Zusammenlegen machen.

Als Detailfotos eignen sich immer gut besonders ausgefallene Nähten, Knöpfe oder auch das Etikett. Weitere Ideen für Detailfotos habe ich im letzten Post bereits genannt, die hier unbeschränkt anwendbar sind.

Auch, wenn dieser Post jetzt etwas kürzer geraten ist als die restlichen Posts aus der Serie, hoffe ich, dass ich euch wieder Tips geben konnte! Ich wünsche euch noch einen wunderschönen Abend und bis dann!

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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 2: Kleidungsstücke fotografieren

Bildschirmfoto 2017-06-23 um 16.43.46
Beispielfotos aus meinem Kleiderkreisel-Katalog

Kommen wir heute zum zweiten Teil meiner Produktfotos-Blogpost-Serie! Es geht heute um das Fotografieren von Kleidungsstücken. Damit meine ich konkret Oberteile, Kleider, Jacken und Mäntel. Das sind alles Dinge, die ich mit Hilfe meiner Schneiderpuppe fotografiere. Wie immer erhebe ich natürlich auch hier keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit – schließlich liegt es im Auge des Betrachters, was man als schön oder weniger schön empfindet. Der Post fasst nur meine Erfahrungen diesbezüglich zusammen und was ich als gut befinde.

Um euch kurz an die unterschiedlichen Themen dieser Blogpost-Serie zu erinnern, hier nochmal die Übersicht aller Blogposts zum Thema Produktfotos (darauf folgende Teile werden verlinkt, sobald sie erschienen sind):

Heute habe ich tatsächlich nochmal den Mantel / Blazer / Jacken – Teil meines Schrankes aufgeräumt und wieder ein paar Dinge ausgemistet, die nur noch so rumhingen und mir eigentlich nicht mehr passen oder gefallen.

Das Foto-Set

Das Foto-Set, so wie ich es nenne, zeigt deinen Artikel potentiellen Käufer/innen. Da es meistens das einzige optische Mittel ist, den Artikel gut zu präsentieren (bei den wenigsten Plattformen sind auch Videos möglich), ist es wichtig, die Kleidungsstücke adäquat zu fotografieren. Wie bereits im Vergleich der unterschiedlichen Plattformen gezeigt, erlauben die meisten Plattformen mindestens 5 Fotos und diese sollte man auch ausnutzen (es sei denn, der Artikel ist so langweilig und selbsterklärend, was aber meiner Meinung nach nur die wenigsten Kleidungsstücke sind).

Ich fotografiere von Kleidungsstücken meistens immer erstmal Vorder-, Seiten- und Rückansicht, um eine Grundlage zu schaffen, auf der die Besucher sich ein Bild vom Artikel machen können. Darüber hinaus sind dann noch 2 Slots für weitere Fotos frei. In diesen 2 Slots kann man dann weiterführende Fotos reinpacken. Das kann zum Beispiel sein:

  • Ein Detailfoto von einem besonders auffallenden Detail (z.B. Print, Stickerei)
  • Ein Makro-Foto, um das Material zu zeigen (z.B. um die eingearbeiteten Metallfäden zu zeigen)
  • Ein Makro-Foto, um Materialbeschädigungen zu zeigen (z.B. Pilling, Löcher, Flecken, fehlende Strass-Steine)
  • Etiketten, sowohl das im Nacken als auch die Materialzusammensetzung können interessant sein
  • Ein Größenvergleich (vor allem interessant bei Mängel, wie groß z.B. ein Loch ist, indem man eine Münze daneben legt)
  • usw.

Die Liste ist definitiv nicht abgeschlossen und es kommt immer auf den Artikel an, was noch interessant sein könnte. Die Komposition des Foto-Sets kann man auch auf andere Artikel übertragen, sofern es Parallelen gibt.

Ein Foto-Set bei mir besteht meistens aus 3 Hochkant-Fotos (für die unterschiedlich Sichten) sowie Detailfotos im Querformat. In diesem Beispiel habe ich als erstes Detailfoto ein genaueres Foto von den Knöpfen gemacht, auf dem auch die Struktur des Materials zu sehen ist. Das letzte Foto zeigt dann sowohl das Etikett (eher uninteressant bei H&M, aber interessant bei Designermarken) und das gemusterte Innenfutter.

Kleidungsstückhalter

Die Überschrift für diesen Abschnitt ist etwas doof, aber mir ist ehrlich gesagt nichts Besseres eingefallen. Es geht allerdings genau darum, was das Wort aussagt: Es geht darum, wer or was das Kleidungsstück hält, während das Foto gemacht wird.

Ich nutze, wie schon offensichtlich auf den oberen Fotos, eine Schneiderpuppe. Das hat einerseits den Grund, dass ich so ohne Stativ und Fernauslöser alleine die Fotos machen kann und andererseits auch, dass ich nicht vor der Kamera stehen muss. Bei Letzterem fühle ich mich nicht unbedingt wohl und geht auch nicht immer, da ich nunmal auch Sachen habe, die mir zu klein geworden sind und nicht Size Zero bin. Wie soll ich dann das Kleidungsstück vorführen?

Als Alternative zur Schneiderpuppe kann man auch einen Nagel in die Wand hauen und die Kleidungsstücke an Kleiderbügeln fotografieren. Diese Methode habe ich vorher ebenfalls genutzt und es hat sich als praktisch für dünne Oberteile herausgestellt. Dicke Jacken und Mäntel waren dann ein großes Problem, da sie eben zu dick waren für den Nagel. Wer eine Kleiderstange senkrecht zur Wand hat, wäre da besser dran.

Ob man eher auf eine Schneiderpuppe/einen Kleiderbügel zurückgreift oder auf ein Model (Schwester, Freundin usw.) oder sich selbst fotografiert (mit Stativ und Fernauslöser), ist Geschmackssache. Ich denke, dass es keine direkte Auswirkung auf den Verkaufserfolg hat, denn bei allen Varianten können gute und schlechte Fotos herauskommen.

Kleidungsstyling

Es gibt natürlich auch unterschiedliche Methoden, Kleidung zu präsentieren. Man merkt bei vielen Online-Shops (z.B. Zara, Mango), dass die voreingestellte Ansicht immer ein Model ist, das ein komplettes Outfit trägt. Das hat natürlich den Vorteil, dass man direkt Kombinationsvorschläge mitgeliefert bekommt. Nachteil ist allerdings, dass man oft nicht genau weiß, welches Teil auf dem Foto eigentlich verkauft wird – ist es das T-Shirt, der Cardigan oder die Hose?

Da ich in dieser Hinsicht mich weder als Stylistin versuchen möchte noch ein Fan von diesen vorgefertigten Outfits bin (Geschmäcker sind eben verschieden), habe ich mich inzwischen für die sehr saubere Darstellung des Artikel entschieden. Das heißt, dass außer dem Artikel eben nichts im Bild ist (außer der Schneiderpuppe natürlich).

Bei meinem heutigen „Foto-Shooting“ habe ich für euch mal einfache Veränderungen probiert anhand einer sehr schlichten Jacke:

Links seht ihr die Variante, wie ich sie immer nutze: Die Jacke ist einfach „angezogen“ und es wurde nicht viel sonst gemacht. Ich finde, in der Variante kann man die Grundform des Kleidungsstücks am besten erkennen.

In der Mitte ist eine leicht veränderte Variante, indem ich die Ärmel in die Jackentaschen gesteckt und den Kragen hochgeklappt habe. Natürlich kann man die Jacke eben auch so tragen. Sie wirkt dadurch etwas lebendiger, weil es aussieht, als würde jemand die Hände in die Jackentaschen stecken.

Die rechte Variante hat noch einen Schal als Accessoire bekommen. Das ist schon eine kleine Stylingsidee und komplettiert den Look mehr oder weniger. Dadurch hat der Betrachter eine bessere Vorstellung, wie die Jacke getragen aussehen könnte. Ich rate bei dieser Variante auch dazu, in der Beschreibung klar zu machen, was man verkauft – nämlich nur die Jacke und nicht Jacke + Schal in diesem Fall.

Lange Kleidungsstücke fotografieren

Der Mittelpunkt langer Kleidungsstücke wie Kleider oder lange Mäntel ist sehr viel weiter unten als bei kurzen Kleidungsstücken. Bei einem T-Shirt ist es noch annehmbar möglich, aus 1m Entfernung das Foto zu schießen, bei einem langen Objekt würde ich eher 2-3m als Mindestabstand empfehlen, damit die perspektivische Verzerrung vernachlässigbar wird. Optimal wäre es natürlich, wenn man dann noch etwas in die Hocke geht. Im Folgenden zeige ich euch zwei Fotos (wobei das verzerrte natürlich zu Demonstrationszwecken etwas übertrieben wurde):

Das linke Bild ist aus weiterer Entfernung geschossen aus der Hocke heraus. Man hat das Gefühl, dem Mantel direkt gegenüber zu stehen auf der gleichen Höhe. Beim rechten Bild  sieht man zwar auch den Großteil der Jacke, aber der Betrachter ist da auf jeden Fall in einer höhergestellten Position.

Ich hoffe, dass der Post euch ein bisschen weiterhilft und würde mich natürlich wie immer freuen, wenn ihr bei Gefallen diesen Post teilt und mir folgt. 🙂

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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 1: Das Setup und die Bildkomposition

Was ich in den ganzen Jahren festgestellt habe, ist, dass man alte Sachen online immer am schnellsten los wird, wenn sie zu verkaufenden Sachen auch schön dargestellt sind. Neben der Beschreibung des Artikels gehören auch übersichtliche Produktfotos dazu. Selbstverständlich erwartet man von keinem, dass die Fotos so aussehen wie im einem Online-Shop, aber dennoch sollte man doch den Artikel gut erkennen können.

Um euch meine Erfahrungen mit Produktfotos weiterzugeben, habe ich mich dazu entschlossen, eine kleine Serie an Blogposts zu schreiben, die unterschiedliche Dinge behandeln (die folgende Übersicht wird verlinkt, sobald die Posts erschienen sind):

Ich denke, dass diese kleine Serie fast alles abdeckt, was man wissen sollte. Natürlich bin ich kein Fotograf und richtiger Laie, was Fotografieren angeht, aber ich denke, dass ich da selber schon mal einige Fehler begangen habe, aus denen man lernen kann.

Die Kamera

Man sieht auf den Plattformen, die ich im letzten Post verglichen habe, viele Fotos von Handykameras. Diese sind auch praktisch, weil man sie meistens sehr schnell zur Hand hat und außerdem kann man direkt vom Handy aus die Artikel einstellen, weil die meisten Plattformen auch eine App anbieten.

Ich möchte nicht behaupten, dass man pauschal die Artikel schlechter verkaufen kann, aber man sollte sich immer Gedanken darüber machen, ob man selbst als Käufer einen Artikel so kaufen würde. Da ich ein sehr pingeliger Mensch bin, wenn ich online Klamotten kaufe, setze ich mir auch bei den Sachen, die ich wieder los werden möchte, hohe Ansprüche.

Was meiner Meinung nach zum Beispiel nicht geht, ist, wenn das Bild unscharf ist oder ein fetter Blitz im Spiegel zu sehen ist, in dem sich die Verkäuferin fotografiert (während sie das Kleidungsstück trägt). Ebenso sollte man Enttäuschungen für den Käufer vermeiden, wenn z.B. die Farben auf dem Foto nicht der Realität entsprechen.

Aus diesem Grund rate ich von Handykameras ab, da die Fotos dann eben doch eine geringere Qualität aufweisen und empfindlicher reagieren, wenn die anderen Faktoren, wie zum Beispiel das Umgebungslicht, nicht zu 100% stimmen. Handykameras, so meine Erfahrung, haben oft einen katastrophalen Weißabgleich und verfälschen die Farben sehr oft. Außerdem kann man mit den meisten Handykameras (ja, ich weiß, Ausnahmen existieren) keine Tiefenschärfe erzeugen, falls das erwünscht ist.

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Die Canon EOS 600D mit dem 18-55mm Kit-Objektiv

Ich selber benutze eine Canon EOS 600D, die ich vor etlichen Jahren mal gekauft habe und immer noch ihren Dienst leistet. Einsteiger-Spiegelreflexkameras sind inzwischen sehr günstig (verglichen mit damals ;)) und definitiv eine Investition Wert. Alternativ kann auch auf eine gute Systemkamera zurückgegriffen werden.

Als Objektiv benutze ich das Kit-Objektiv 18-55mm, was zugegebenermaßen nicht so perfekte Bilder macht, aber für Produktfotos in diesem Fall ausreicht. Man muss ja nicht mehr für ein Objektiv ausgeben, als die Kleidung, die zu verkaufen ist, Wert ist – außer natürlich man fotografiert sowieso sonst auch gerne. Ich habe es tatsächlich mit einem Telezoom-Objektiv (Tamron 75-300mm) getestet, um mehr Tiefenschärfe zum Hintergrund zu erzeugen, allerdings reicht mein größtmöglicher Abstand zum Objekt nicht, um die Objekte größer als ne kleine Tasche als Ganzes erfassen zu können. Darüber hinaus fotografiere ich in der Regel vor einer unifarbenen Wand, weshalb die fehlende Tiefenschärfe nicht sehr auffällt.

Die Umgebung

Als ideale Umgebung für Produktfotos eignen sich gut beleuchtete Ecken der Wohnung, ich nehme dafür gerne meinen Balkon. Die Beleuchtung sollte möglichst natürlich sein, außer man hat Studioleuchten, die das natürliche Licht gut imitieren können. Am besten ist ein heller, aber sonnenfreier Tag. Sonnenstrahlen verursachen Farbabweichungen, merkwürdige „Streifen“ auf den Kleidungsstücken und auch einen härteren Schatten, da die Sonnenstrahlen wie Spots wirken. Ein ähnliches Problem besteht mit den meisten Innenbeleuchtungen, zumal man für den Wohnraum gerne sehr warme Weißtöne hat, die für farbechte Fotos ungeeignet sind.

Als Hintergrund eignen sich entweder einfarbige Wände (wahlweise auch Tücher, Foto-Hintergründe etc., solange sie gebügelt sind und nicht zu sehr drapiert aussehen) oder auch einen verschwommenen, farbigen Hintergrund (z.B. Natur). Wenn ich auf der Suche nach einem bestimmten Teil bin, dann finde ich es anstrengend, wenn Bilder nicht dem gleichen Schema folgen. Zum Beispiel kann es sehr schnell chaotisch wirken, wenn unterschiedliche Hintergründe zu sehen sind – oder man in einem chaotischen Zimmer schnell ein Spiegel-Selfie schießt. Auch, wenn das T-Shirt 70% des Bildes einnimmt, wirkt es nicht gut, wenn drumherum ein Wimmelbild aka unaufgeräumtes Zimmer zu sehen ist.

Auf den beiden Beispielbildern habe ich eine kleine Tasche fotografiert vor zwei unterschiedlichen Hintergründen. Einmal mit dem verschwommenen Hintergrund, nämlich dem Garten hinter dem Haus, und einmal mit einem unifarbenen (grauen) Hintergrund, was die Hauswand in diesem Fall ist. Auf beiden Bildern ist das Objekt gut zu sehen, es geht lediglich nur noch darum, dass auch alle Artikel einheitlich fotografiert werden, um den gesamten „Katalog“ (wie es bei Kleiderkreisel heißt) übersichtlich zu halten. Die Fotos wurden übrigens mit dem Tamron 75-300mm Objektiv gemacht. „Leider“ scheint gerade die Sonne, weshalb der Schattenwurf relativ scharfkantig ist. Außerdem ist das Balkongeländer natürlich nicht der optimale Standort, vor allem in Kombination mit Wind…

Die Bildkomposition

Die Bildkomposition bzw. auch die Komposition innerhalb eines Foto-Sets für einen Artikel sind relativ einfach zu beschreiben. Ich nehme an, jeder, der online alte Kleidung verkaufen möchte, hat schon einmal online auch Kleidung gekauft bzw. angeschaut. Faustregel kann zum Beispiel sein, dass man sich den eigenen Lieblings-Online-Shop als Vorbild nimmt und sich von den Produkten dort „abguguckt“, wie z.B. die Umgebung aussieht, ob ein Model die Kleidung trägt oder nicht, welche Posen, welche Detailfotos es gibt.

Bei fast allen Plattformen kann man 5 Bilder oder mehr hochladen (siehe Vergleichstabelle in diesem Blogpost). Daher bietet es sich an, zumindest 3 dieser Fotos für die Front-, Seiten- und Rückansicht zu reservieren. Für die Seitenansicht ist es ratsam – sofern das Licht von der Seite kommt, die Vorderseite, die meistens die interessantere Seite ist, zum Licht hin zu drehen, damit sie besser ausgeleuchtet ist. Die übrigen 2 Fotos dienen bei mir meistens dazu, besondere Details noch einmal hervorzuheben (z.B. Mängel an der Kleidung) oder auch das Etikett (sei es das Etikett am Nacken oder die Materialzusammensetzung). Ein Beispiel anhand einer Bench Jacke habe ich euch hier eingebunden. Mit diesem Foto-Set bin ich relativ zufrieden.

Zusammenfassung

Um gute Produktfotos zu machen, sollte man auf jeden Fall in eine Kamera investieren. Dafür ist keine High-End-Studio-Spiegelreflex mit dem 4000€ Objektiv notwendig, aber etwas mehr als die Handykamera darf es sein. Als Hintergrund kann man wahlweise einen unscharfen Hintergrund wählen oder einen einfarbigen. Wichtiger ist, dass der Hintergrund bei allen Produkten ähnlich ist, um ein einheitliches Bild abzugeben. Auf den meisten Plattformen, wo man alte Kleidung oder Krimskrams verkaufen kann, kann man mindestens 5 Bilder hochladen, davon sollten 3 Front-, Seiten- und Rückansicht sein, um dem potentiellen Käufer ein umfassendes Bild vom Artikel zu geben.

Wie man nun konkrete Dinge am besten fotografiert, kommt in den nächsten Blog-Posts in dieser Serie. Wenn ihr Lust habt, dazu mehr zu erfahren, folgt mir doch einfach über einen der Wege, die rechts in der Sidebar aufgelistet sind. Wenn ihr meinen Blog als hilfreich empfindet, würde ich mich freuen, wenn ihr die Posts auch mit Bekannten teilt, die sich vielleicht auch dafür interessieren.

Das war’s für heute, bis dann!

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Ausmisten und verkaufen, aber wo? – Ein Vergleich der Plattformen

– Zuletzt am 26. Juli 2021 aktualisiert –

Einer der Gründe, weswegen ich diesen Blog eröffnet hatte, war, dass ich euch ein bisschen meine Erfahrung mitteilen möchte, wie man ausgemistete Kleidung und andere Dinge los wird. Ich bin ein notorischer Shopaholic und shoppe immer nach dem Motto „Mehr ist mehr„. Da sich Geschmack im Laufe der Zeit ändert und – in meinem Fall – leider auch die Kleidungsgröße, muss ich regelmäßig ausmisten, um Platz für den neusten Einkauf zu schaffen.

Da stellt sich natürlich die Frage: Was tun mit dem alten Kram? Vor allem fällt bei mir Kleidung an, die ich nicht mehr tragen möchte oder kann, aber eben auch mal Technikkram und Dekoartikel, die ich nicht mehr sehen möchte.

In diesem Post möchte ich euch nun die (Online-)Plattformen zeigen, die ich nutze und was ich für Erfahrungen im Laufe der letzten Jahre gesammelt habe.

Vinted (ehem. Kleiderkreisel)

Das wahrscheinlich prominenteste Beispiel der Online-Secondhand-Plattformen ist Vinted (www.vinted.de), ehemals als Kleiderkreisel bekannt. Als deutschsprachiger Ableger eines litauischen Unternehmens (englischer Ableger ist Vinted.com) bietet die Plattform die Möglichkeit an, Kleidung, Make-Up, Schmuck und Haushaltsgegenstände wie Deko-Objekte anzubieten. Da die ehemaligen Plattformen Kleiderkreisel und Mamikreisel zusammengelegt wurden, finden sich auf Vinted gleichermaßen Damen-, Herren-, Kinder- und Babykleidung, sowie Ausstattung und Spielzeug. Dabei kann die Ware verkauft werden oder gegen andere Ware getauscht. Die Seite ist – finde ich – sehr gut gemacht und auch für „Anfänger“ übersichtlich, wobei Kataloge einiger Nutzer durch die große Vielfalt an Artikeln auch chaotisch wirken können.

Da ich bereits seit ca. 10 Jahren auf Kleiderkreisel/Vinted bin, kann ich aus Erfahrung sagen, dass die Plattform sich stark verändert hat. Die Anzahl der Nutzer ist immens gestiegen und mit ihr auch die Möglichkeiten, Sachen zu verkaufen. Als Nebenerscheinung ist es allerdings, dass der Support seitens Kleiderkreisel in vielen Fällen nicht mehr hinterherkommt und ad-hoc Entscheidungen zu Ungunsten von ehrlichen (Ver-)Käufern trifft. Gerade als Käufer sollte man vorsichtig sein und auf diverse Punkte achten, die ich vielleicht mal in einem weiteren Blog-Post erläutern werde.

Auf Kleiderkreisel kann man auch Artikel, die nicht im „Katalog“ erlaubt sind, wie Technik, im Forum loswerden, allerdings ist es meiner Meinung nach nicht der beste Kanal dafür, da es nunmal eine sehr Kleidungs-orientierten Plattform ist.

Trotz allem empfehle ich die Plattform, gerade auch für Einsteiger, da sie übersichtlich und kostenlos ist. Wie immer im Internet, sollte man aber auch hier eine gewisse Portion Skepsis immer mitbringen.

Mädchenflohmarkt

Als zweite Option gibt es die Seite Mädchenflohmarkt (www.maedchenflohmarkt.de). Bei Mädchenflohmarkt kann man ähnlich wie bei Kleiderkreisel Kleidung und Schmuck verkaufen (wie der Name schon sagt, für Damen), indem man die Artikel selber einstellt (10% Provision) oder einstellen lässt (40% Provision).

Zwar nimmt Mädchenflohmarkt eine Provision, jedoch wird der Verkaufsprozess im Vergleich zu den meisten Transaktionen auf Vinted o.ä. wesentlich vereinfacht. Der Käufer zahlt das Geld an Mädchenflohmarkt und der Verkäufer bekommt direkt ein Versandlabel (versichertes DPD-Paket). Alternativ kann man als Verkäufer auch pro Artikel einen individuellen Versand angeben. Nach Erhalt der Ware bekommt man das Geld dann von Mädchenflohmarkt ausbezahlt. Dieser Vorgang erspart einem die Nachrichten-Konversationen zwischen Käufer und Verkäufer, hat aber natürlich einen weniger persönlichen Touch, sondern wirkt eher wie ein Online-Shop.

Aus diesem Grund kann ich die Plattform empfehlen, da sie einem als Verkäufer das Leben etwas leichter macht.

Kleiderkorb

Kleiderkorb (www.kleiderkorb.de) ist eine sehr ähnliche Plattform wie Kleiderkreisel (heute Vinted) und wurde eine Zeit lang als eine echte Alternative gehandelt, da Kleiderkreisel zwischenzeitlich auf alle Transaktionen Provision genommen hatte. Allerdings muss ich sagen, dass ich inzwischen nicht mehr auf Kleiderkorb aktiv bin, da die Seite meiner Meinung nach doch noch etwas hinterher ist, sowohl was die Gestaltung der Seite angeht als auch die Nutzergemeinde. Ich habe – glaube ich – damals keinen einzigen Artikel über die Plattform verkauft und finde auch nicht sehr viel Auswahl zum kaufen. Daher kann ich nicht direkt eine Empfehlung geben – aber Ausprobieren schadet ja nicht.

eBay

eBay (www.ebay.de) ist vermutlich jedem bekannt und natürlich kann man da auch alles verkaufen, unter anderem eben Kleidung. Ich habe diese Plattform noch nie genutzt, um Kleidung zu kaufen (außer Neuware von Händlern) oder zu verkaufen, daher kann ich euch hierzu keine Erfahrung mitteilen. Es wurde jedoch mal im Kleiderkreisel-Forum erwähnt, dass man über eBay Sachen schnell los wird – überprüft habe ich das bis heute nicht.

eBay Kleinanzeigen

Eine weitere Plattform aus der eBay Familie ist eBay Kleinanzeigen (www.ebay-kleinanzeigen.de). eBay Kleinanzeigen ist das, was man eben als Kleinanzeigen aus der Zeitung kennt: Der Verkäufer schaltet eine Anzeige und potentielle Interessenten können den Verkäufer direkt kontaktieren, wahlweise kann auch eine Handynummer mit angezeigt werden. Wie üblich bei Kleinanzeigen tendieren Leute eher dazu, nach Artikeln in der Umgebung zu suchen, damit statt dem teuren Versand eine Übergabe nach Absprache stattfinden kann.

Ich nutze die eBay Kleinanzeigen schon etwas länger, aber erst seit kürzerer Zeit auch für Kleidung, da ich es einfach mal testen wollte. Zwar kommen ab und zu Anfragen rein, aber ich habe das Gefühl, dass auf der Plattform mehr Trolle als ernsthafte Käufer unterwegs sind, die teilweise auch wirklich unfreundlich sind/werden. Da man auf der Plattform weder registriert sein muss noch irgendetwas anzugeben außer einem Namen und einer E-Mail-Adresse, kann man weder Anfragen noch die Angebote wirklich ernst nehmen. Zu oft kamen schon Anfragen und dann nach der Kaufzusage nichts mehr. Oder sehr unverschämte Anfragen wie „ok , kaufe fur 2€. wo abhohlen?“ für einen 20€ Artikel (nein, das war nicht übertrieben, sondern die Anfragen sehen sehr oft so aus). Neuerdings wurde eine „Sichere Transaktion“-Funktion eingeführt ähnlich dem Treuhand-System bei Mädchenflohmarkt, aber wirklich nutzen wollte es bisher keiner, so mein Eindruck…

Aus den genannten Gründen würde ich euch die Plattform nur empfehlen, wenn ihr genug Geduld und Nerven mitbringt, auch mal unverschämte Anfragen zu ignorieren. Kaufen würde ich auf der Plattform wirklich nur ausschließlich mit Selbstabholung. Aber dazu mehr im späteren Blog-Post.

Shpock

Shpock (www.shpock.com) ist eine Kleinanzeigen-Plattform, die vor allem als mobile App ausgelegt ist (früher war es nicht einmal möglich, über die Website Artikel einzustellen). Wie auch oben bei den eBay Kleinanzeigen genannt, suchen auch hier viele eher in der näheren Umgebung, aber ich habe dennoch schon relativ viele Teile verschickt. Zwar ist bei Shpock eine Registrierung notwendig (die meisten nutzen die App über den Facebook-Account), aber die unverschämten Anfragen kommen trotzdem ab und zu. Bei unzuverlässigen Verkäufern oder Käufern kann man jedoch diesen melden und das Shpock Team ist auch zuverlässig in dieser Hinsicht (auch in 2021 immer noch, großes Lob!). Daher gibt es von mir eine Empfehlung für diese Plattform, auch wenn weder die App noch die Website ganz durchdacht und technisch einwandfrei ist 😉

Facebook Marketplace

Als weitere Plattform bietet sich natürlich Facebook Marketplace. Allerdings habe ich den Eindruck, dass sich inzwischen nur noch merkwürdige Leute dort bewegen. Tatsächlich habe ich vor vielen Jahren noch einige Dinge dort losgeworden, aber meistens keine Kleidung, sondern Haushaltsgegenstände. Komplett von der Plattform zurückgezogen habe ich mich dann, als ich Schuhe von Nike eingestellt hatte und sie mehrmals von Facebook als „Fälschung“ klassifiziert wurden, obwohl sie natürlich echt waren. Facebook bot mir damals auf der Plattform nicht einmal die Möglichkeit, dagegen Widerspruch einzureichen, weshalb ich nach der Erfahrung dann aufgehört habe, den Marketplace zu nutzen.

Zusammenfassung

Natürlich gibt es noch viele weiteren Plattformen (z.B. Vestiaire Collective, Rebelle usw. für Luxus-Marken) und Möglichkeiten (wie der Altkleiderspende), ausgemistete Kleidungsstücke loszuwerden, daher erhebe ich hier auf keinen Fall den Anspruch auf Vollständigkeit. Ebenso spiegeln die Bewertungen und Pro/Contra-Punkte der einzelnen Plattformen nur meine Erfahrungen und meinen Wissensstand wider (zuletzt Juli 2021 aktualisiert). Aus diesem Grund kurz der Disclaimer: Alle Angaben ohne Gewähr! Dennoch möchte ich euch im Folgenden nochmal tabellarisch die Plattformen zum direkten Vergleich anbieten (Achtung, nicht aktualisiert und noch auf dem Stand von 2017!)

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Download des Plattform-Vergleichs hier: Vergleich der Verkaufsplattformen

Ich werde hier auf dem Blog in Kürze noch eine Serie an Blog-Posts zum diesem Thema posten (edit // hier lang »), unter anderem, wie man gute Artikelfotos macht. Also falls ihr Lust und Interesse habt, folgt mir doch einfach! Das geht rechts in der Leiste unter „Folgen“, ihr habt die Wahl zwischen WordPress, Bloglovin‘ oder dem RSS-Feed. Da ich mir sehr viel Mühe gebe und viel Zeit in diese Posts investiere, würde ich mich natürlich sehr freuen, wenn ihr diesen Post teilt 🙂