Ausprobiert: Vegane Bolognese (und Parmesan)

Ich bin ja immer ein großer Freund davon, neue Dinge auszuprobieren. Vor allem, was Essen angeht. Daher nehme ich immer gerne vegane und vegetarische Alternativen beim Einkaufen, wie z.B. die Nuggets, die ich vorgestellt hatte, oder probiere die veganen Alternativen beim Essen gehen.

Kurzer Exkurs: Ich habe zwar die vegane Bolognese schon vor einigen Tagen gekocht, war aber gestern tatsächlich wieder dem Fast Food verfallen. Bei McDonald’s habe ich den neuen (?) „Fresh Vegan TS“ gewählt und ich muss sagen: Der schmeckt mir richtig richtig gut! Im Vergleich zum alten Big Vegan TS ist dieser nämlich nicht trocken gebraten und auch das mit der Soße haben sie deutlich verbessert. Ist ein Versuch Wert!

Aber zurück zum Thema. Ich sollte vielleicht erwähnen, dass ich normalerweise versuche, fleischreduziert zu essen, aber wohlgemerkt Fleisch und Fisch alles esse. Aus Nachhaltigkeitsgründen greife ich inzwischen aber immer öfter zu den vegetarischen oder veganen Optionen.

Nun habe ich beim Aldi das „The Wonder Hack“ gesehen und mich spontan dazu entschieden, dieses statt normalem Hack mitzunehmen. Im Vergleich zum „Next Level Hack“ oder wie das beim Lidl heißt, hat dieses Hack eine sehr rote, fleischähnliche Farbe im rohen Zustand.

Die Zubereitung.

Für meine Bolognese Soße habe ich das Wonder Hack scharf angebraten, Karotten- und Zwiebelwürfel mitgedünstet und dann mit Tomatenmark und Nudelwasser zu einer Soße ausgedünnt.

Ich persönlich bin einfach ein viel größerer Fan von Tomatenmark statt passierten Tomaten. Die Soße wird dann deutlich milder.

Bei der Verarbeitung des Wonder Hacks ist mir aufgefallen, dass es definitiv vieeel weniger Fett enthält als normales Fleisch. In der Regel wird Hack bei mir nämlich in einer Edelstahlpfanne angebraten (alles andere wird auf meinem Induktionsherd irgendwie nicht heiß) und wenn es fertig ist, löst sich das Fleisch. Das ist beim Wonder Hack nicht der Fall gewesen. Kurz war ich sogar verzweifelt, weil die Hälfte der Packung auf dem Boden geklebt hatte und langsam etwas viele „Röstaromen“ annahm.

Allerdings hat sich alles prima gelöst, sobald ich das Nudelwasser zugegeben hatte und verbrannt war es dann am Ende auch nicht.

Eine interessante Beobachtung ist auf jeden Fall, dass man wegen der sehr roten Farbe viel mehr davon ausgeht, dass es wie richtiges Fleisch beim Garen eher gräulich wird, ehe es dann angebraten braun ist. Die „Grau-Stufe“ gibt es bei diesem Hack nicht, was etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Meine Bolognese hat eine ordentliche Portion Parmesan drauf bekommen. Ich weiß, dann ist sie nicht mehr vegan, aber Parmesan liebe ich einfach zu sehr. Die darf einfach nicht fehlen.

Der Geschmack.

Schon beim Aufmachen der Packung kommt einem ein starker Soja-Geruch entgegen. Dieser verfliegt zwar etwas, aber bleibt definitiv bei meiner Zubereitung auch in der Soße hängen. Das wirkt natürlich dem optischen Effekt natürlich entgegen.

Geschmacklich war die Bolognese definitiv essbar. Aber wie bei fast allen Fleisch-Alternativen braucht man nicht mit der Erwartung reinzugehen, dass man das gar nicht von Fleisch unterscheiden kann.

Neben dem deutlich unterschiedlichen Geschmack ist auch die Konsistenz trotz des Anbratens nicht so knusprig wie echtes Fleisch. Teilweise merkt man selbst bei der Soße innen eine Schwamm-Konsistenz, die man vielleicht auch von Soja-Geschnetzeltem kennt.

Fazit.

Ich denke, in Soßen kann das Hack sehr gut verwendet werden. Entsprechend sollte aber die Soße stärker gewürzt sein, falls man die Illusion von Fleisch aufrecht erhalten möchte. Letztendlich ist es aber keines und ich denke, es ist auch vertretbar, den Geschmack so zu nehmen, wie er ist.

Ich persönlich werde vermutlich wieder darauf zurückgreifen, wenn auch nicht jedes Mal. Aber eine Alternative ist es auf jeden Fall.

Vegane Nuggets mit Brokkoli und Blumenkohl.

Heute mal ein anderes Thema, aber auch eins meiner Lieblingsthemen: Essen. Heute Mittag ging ich in meinen Stamm-Lidl und entdeckte diese neuen Tiefkühl-Snacks neben den veganen Nuggets, die ich schon mal probiert hatte. Da musste ich die „Cauliflower-Popcorn“ und „Brokkoli Nuggets“ einfach mal mitnehmen. Kosten tun sie 1,99€ jeweils für die 300g Packung. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, was für Preise sonst für vegane Alternativen aufgerufen werden.

Ich habe jeweils die Hälfte der Packung gemacht und in der Heißluftfritteuse zubereitet. Die Cauliflower-Popcorn ca. 13 Min, die Brokkoli Nuggets ca. 15 Min bei 200°C im „Air Fry“ Modus. Das Ergebnis seht ihr oben im Beitragsbild. Zu den Brokkoli Nuggets gibt es zwei kleine Soßenpackungen ähnlich wie McDonalds Soßen (leider aus Plastik) mit einem Sweet-Chili-Dip. Davon habe ich eine genommen und sie zum Auftauen neben die Heißluftfritteuse gestellt.

Und wie schmecken sie?

Die Brokkoli Nuggets haben eine schön knusprige Panade, aber die Füllung ist leider sehr matschig. Außerdem schmeckt man hier den Brokkoli im Gegensatz zu anderen Fleischersatz-Varianten (Erbsen- und Sojaprotein) schon sehr raus. Ich bin zwar eigentlich ein großer Fan von Brokkoli, aber irgendwie passt es nicht in so ein Nugget und erst recht nicht mit der Sweet-Chili-Soße. Also würde ich sagen: Essbar, aber dann lieber die anderen Nuggets mit Erbsenprotein. 3/5 Sterne von mir.

Das Cauliflower-Popcorn hat einen sehr lockeren Backteig mit einer relativ weichen Füllung. Im Gegensatz zum Brokkoli schmeckt man hier den Blumenkohl nicht sehr raus. Durch den Teig und die Konsistenz der Füllung sehen die Stückchen sehr nach Backfisch aus und könnten auch glatt als Fisch durchgehen. Interessanterweise passte hier die Sweet-Chili-Soße von den Nuggets hierzu sehr gut. Würde ich wiederkaufen! 4/5 Sterne von mir. Einen Stern gibt es Abzug dafür, dass der Teig doch recht viel Öl vom Vorfrittieren mitgebracht hat. Klar, macht ihn dadurch auch lecker, aber irgendwie sahen sie schon sehr fettig aus.

Fazit

Diese (neuen?) veganen Snack-Alternativen kann ich tatsächlich empfehlen. Vor allem sollte man sie wenigstens einmal selber probiert haben. Bei 1,99€ kann man nicht viel falsch machen. Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.