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Wie macht man gute Produktfotos ? – Teil 6: Taschen fotografieren

Wir sind soweit: Der vorletzte Teil der Blogpost-Serie ist da und der letzte Teil, der das Fotografieren selbst betrifft! Als Recap für euch noch einmal kurz wie üblich die Linksammlung sowie die Übersicht zu den weiteren Teilen dieser Blogpost-Serie:

Heute geht es um die besten Freunde der Frau, nämlich die Taschen! Ja, ich bin mehr ein Taschen-Fan als Schuh-Fan. Aus ganz einfachem Grund: Schuhe nutzen sich sehr schnell ab, Taschen nicht. Daher gebe ich lieber mehr Geld für Taschen aus, sie halten halt länger.

Aber kommen wir mal zum eigentlichen Thema. Was ist beim Fotografieren von Taschen zu beachten? Wie auch bei den anderen Kategorien haben wir bei Taschen eine verdammt große Auswahl an unterschiedlichen Formen und Größen.

Kleine Taschen, Geldbeutel etc.

Kleine Taschen sowie kleine Lederwaren sind am einfachsten zu fotografieren. Da muss man nicht viel tun, als sie entweder auf eine schöne Fläche zu stellen oder zu legen. Ein Beispiel dafür habt ihr bereits im Eingangspost zum Setup gesehen. Diese kleine Tasche (eine meiner Lieblingstaschen von Ted Baker <3) kann wunderbar stehen und kann daher direkt so fotografiert werden. Allerdings wurde diese Tasche zu Demonstrationszwecken fotografiert für die Hintergrundeffekte, weshalb auf den Fotos die Kette der Tasche nicht zu sehen ist. Wenn ihr die Tasche allerdings korrekt darstellen wollte, sollte auf wenigstens einem Foto auch der Träger bzw. die Kette zu sehen sein. Wie man diese drapiert, seht ihr im Folgenden.

Große Taschen

Große Taschen können in vielen Fällen nicht selbstständig stehen. Sollten sie es dennoch können, könnt ihr auch mit der großen Tasche so verfahren wie mit den kleinen Taschen. Hinstellen, Träger drapieren, fertig.

Die meisten meiner großen Taschen sind allerdings Shopper aus relativ instabilem Material. Diese stellen eine etwas größere Herausforderung dar, da sie zusammenfallen würden, wenn man sie hinstellen wollte.

Um diese großen, labbrigen Taschen zu fotografieren gibt es zwei Wege: Entweder, man legt die Tasche flach hin und fotografiert von oben oder man stopft sie aus. Ersteres sieht oft unschön aus, da Taschen trotz der Instabilität meistens doch eine Bodenplatte haben und daher nicht superflach liegen können.

Deswegen bevorzuge ich die zweite Variante: Das Ausstopfen. Zum Ausstopfen kann man alles Mögliche verwenden. Ich verwende, je nachdem, was gerade da ist:

  • Eine andere, kleinere Tasche mit mehr Stabilität
  • Schals, Tücher, Mützen etc.
  • Kissen
  • Plastiktüte gefüllt mit zerknüllten Plastiktüten
  • Verpackungsmaterial wie Packpapier oder Blubberfolie

Wie ihr seht, kann man die Tasche mit quasi allem befüllen. Wichtig ist dabei nur, dass man unschöne Kanten und Ecken vermeiden sollte, da sie eben die Tasche verformen auf dem Foto.

Und die Träger?

Neben der Instabilität der Tasche gibt es noch einen zweiten Schwachpunkt einer Tasche (meistens, zumindest), nämlich die Träger. Irgendwie wollen diese nämlich auch schön aussehen auf dem Foto.

Auf den Fotos oben habe ich es tatsächlich geschafft, die recht weichen Träger so aneinander lehnen zu lassen, dass sie sich gegenseitig stützen und damit „stehen“. Was ist allerdings, wenn man nicht zwei Träger hat oder diese nicht so stehen wollen?

Ein Weg wäre es natürlich, mithilfe von Pfeifenputzern o.ä. hinter dem Träger sie zu fixieren. Das ist allerdings super aufwändig und wenn man es nicht supergenau macht, hat man diese direkt mit auf dem Bild.

Der zweite Weg wäre das Aufhängen der Träger an einem Haken oder einer Schnur. Das klingt eigentlich recht einleuchtend, da es das Tragen in der Hand bzw. an der Schulter simuliert, ohne, dass man die Hand bzw. die Schulter im Bild hat. Das funktioniert nämlich nicht so richtig, wenn man keinen Foto-Assistenten hat, der das Foto macht, während man die Tasche trägt. Dennoch stellt sich hier die Frage, ob man auch eine Befestigungsmöglichkeit für den Haken bzw. die Schnur hat, zumal jede Tasche, die man fotografieren möchte, auch unterschiedlich groß ist.

Der Weg, den ich meist wähle, ist ein einfaches Drapieren. Entweder auf oder vor der Tasche, je nach Tasche und Träger. So sieht man den Träger und es ist sehr wenig Zusatzaufwand, um ihn zu fixieren. Ein Beispiel seht ihr hier:

IMG_6933

Ich hoffe, dass dieser Beitrag euch wieder neue Ideen und Ratschläge geben konnte und freue mich schon auf den nächsten Beitrag, denn dann geht es um die Bearbeitung der geschossenen Fotos! Bis dann!

Zum nächsten Teil: Fotos nachbearbeiten »

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